Ein besonderer Monat ist der Oktober. Ein wilder und bunter, ein mal gut gelaunter, mal wütender, mal trauriger Monat. Er ist ganz besonders eben, irgendwie, und er hat auch viel zu tun. Eigentlich ist er es, der alles verändert: Es wird zunehmend dunkel, kalt, stürmisch, regnerisch, die Blätter fallen von den Bäumen, die Tiere bereiten ihre Winterquartiere vor, die letzten Ernten werden eingebracht, die Felder und Gärten auf die Winterruhe vorbereitet. Und die Menschen, die feiern rasch noch ein paar Feste und dann ziehen sie sich in ihre warmen Zimmer zurück. 

Eilig ernteten die Obstgärtner Äpfel, Birnen und Nüsse, die Winzer schnitten die Trauben und die Landwirte holten die letzten Kartoffeln, Rüben, Kürbisse und das Wintergemüse von den Feldern. Das Vieh bezog in den Ställen Winterquartier, die Wildtiere futterten sich noch einmal tüchtig die Bäuche voll, bevor sie ihre Winterschlafquartiere aufsuchten oder sich zum verspäteten Flug in den warmen Süden aufmachten, und die Pflanzen und Bäume sogen die letzten Säfte aus Blättern und Blattstängeln in ihre Wurzeln.

Die Leute sind zu beschäftigt, um diese kleinen Wunder zu sehen.

Sie kaufen gar nichts mehr, weil man nicht im Garten sitzen muss und nur die schönen Erinnerungen an den Sommer bleiben, wenn wir um die Bank gelaufen sind, als wir mit einem Gartenhahn Wasser gespritzt haben.

Und weiter tobte der Oktober und immer weiter, bis ihm die Luft ausging.